KEINE IMPFUNGEN IN MEINER PRAXIS - WARUM?

 
Derzeit bin ich fast jede Woche im Impfzentrum Mettmann/Erkrath als Impfärztin eingeteilt. Dort "schaffe" ich in einer 6-Stunden-Schicht circa 120-150 Impfungen unter perfekter Organisation und zudem mit viel Spaß.
 
In der Praxis würden wir eventuell (denn ich bin kein Hausarzt) ab Mitte Juni eine unbekannte Menge Impfdosen pro Woche bekommen - und dann auch nur den Impfstoff, der dann gerade zur Verfügung steht.
 
Wir müssten alles selber organisieren und dabei die Prioritätenliste einhalten. Ein Hauen und Stechen per Mail und am Telefon, bekomme ich jetzt schon Mails von Patienten mit langen Bewerbungen, warum ich sie und nur sie impfen sollte und bitte jetzt schon Termine dafür machen soll.
 
Wenn ich ehrlich bin, haben weder ich noch meine Helferinnen bei voller Auslastung aller Termine auf Wochen Kraft und Zeit für diese Zusatzarbeit. Und was passiert, wenn die Lieferung des Impfstoffs nicht klappt? Dann müssten wir alle Termine wieder sehr schnell absagen - noch einmal Arbeit und Enttäuschung auf Patientenseite.
 
Ich bin immer bereit, gegen diese schreckliche Erkrankung zu impfen, aber dann müssen die Bezugsquellen und alle Abläufe so einfach und zuverlässig funktionieren, dass wir das in der Praxis schultern können. Solange das nicht der Fall ist, impfe ich ausschließlich im Impfzentrum weiter. Ich kann dort meine Arbeitskraft effizienter einsetzen. Sie werden das verstehen. 
 
Die Impfung ist kein hohes Risiko - egal mit welchem Impfstoff, aber die Erkrankung ist es. Ich habe als Konsiliarärztin im Solinger Klinikum inzwischen mehrfach an Betten von schwerkranken Corona-Patienten gestanden. Keiner von diesen Patienten wird wieder vollständig gesund.
 
Also lassen Sie sich bitte impfen, sobald Sie an der Reihe sind und das wird nicht mehr lange dauern.
42781 Haan - Neuer Markt 21
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